Wie sieht eine moderne Studien- und Berufsberatung aus?

von Friederike Hertweck und Serife Yasar, RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel. Auf der einen Seite erleben wir einen Fachkräftemangel, der nicht nur informatisch-technische Berufe umfasst, sondern auch Schulen und Pflegeeinrichtungen trifft. Gleichzeitig gibt es weiterhin geschlechtsspezifische Lohnunterschiede, das sogenannte Gender Pay Gap. Und nicht zuletzt zeigen viele Umfragen, dass immer mehr (junge) Menschen in Deutschland gerne weniger arbeiten würden [1].

In diesem sich wandelnden System schließen junge Leute ihre Schulzeit ab, beginnen eine Ausbildung oder ein Studium und qualifizieren sich so für eine zukünftige Erwerbstätigkeit. Doch die Fülle an Informationen zu möglichen Berufen hilft nicht unbedingt bei der Berufswahl – es fehlt der Durchblick [2]. Dieses YES!-Projekt soll sich mit der Studien- und Berufswahl junger Menschen befassen.

Wie informieren sich Jugendliche über Ausbildungsberufe? Welche Informationsquellen für die Studienwahl werden genutzt?
Wie sähe eine gute Informationsbereitstellung aus?
Welche Faktoren beeinflussen die Studien- und Berufswahl?
Welche Rollen spielen die Eltern oder deren Berufe?
Gibt es regionale Unterschiede, z.B. zwischen strukturschwachen und strukturstärkeren Regionen?
Was ist jungen Leuten für ihren späteren Beruf wichtig?
Wie beeinflussen die globalen Krisen die Studien- und Berufswahl?

Must-Read Literatur

[1] https://www.watson.de/leben/exklusiv/544163751-umfrage-junge-menschen-wollen-mehr-freizeit-statt-mehr-arbeit-und-mehr-geld

[2] https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2022/juli/mehrheit-der-jugendlichen-fehlt-der-durchblick-bei-der-berufswahl

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null

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Das Thema wird betreut von

Friederike Hertweck

Dr. Friederike Hertweck ist seit Oktober 2020 Wissenschaftlerin am RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. Zuvor hat sie im Bereich der Hochschulökonomik an der Universität Bozen in Italien promoviert. In ihrer Forschung befasst sie sich schwerpunktmäßig mit Bildungsentscheidungen sowie den institutionellen Rahmenbedingungen im Hochschulbereich wie beispielsweise Studiengebühren und Zulassungsverfahren.

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Serife Yasar ist seit Oktober 2021 als Doktorandin im Kompetenzbereich „Arbeitsmärkte, Bildung, Bevölkerung“ des RWI tätig und seit 2020 Stipendiatin der RGS Econ. Sie studierte Volkswirtschaftslehre (M.Sc. 2020) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Betriebswirtschaftslehre (B.Sc. 2018) an der Universität Duisburg-Essen. Anschließend nahm sie das Postgraduiertenstudium an der Ruhr Graduate School in Economics auf. Seitdem promoviert sie an der Ruhr-Universität Bochum unter der Betreuung von Prof. Dr. Thomas K. Bauer.